Psychose - Ein Prozess zur Heilung unbewusster, schädlicher Persönlichkeitsstörungen

Einleitung : Die Fehlinterpretation einer Krankheit?


Ich möchte an dieser Stelle die Frage aufwerfen ob die Krankheit namens "Psychose" und seinen Facetten "Manie" oder "Schizzophrenie" wirklich eine Krankheit ist - oder ob dieses Krankheitsbild möglicherweise als eine natürliche Abwehrreaktion - als Heilungsprozess einer seelischen Wunde - des Organismus verstanden werden muss.Einen Heilungsprozess welchen wir jedoch nicht als solchen erkennen weil sein Zyklus oft zu lang ist als das wir in der Lage wären ihn als Prozess - als für die betroffene Person notwendige Entwicklung - zu erkennen.Man bedenke z.B. die Vernarbung einer Fleischwunde dauert ca. zwei Jahre.Trotz dass man die Heilung einer solchen Narbe jeden Tag beobachten kann, sind relativ kurze zwei Jahre schon ein Zeitraum in dem wir die schrittweisen Veränderungen nur bei genauem Hinschauen und gleichzeitigem Erinnern wahrnehmen können.
Wie schwer muss dann wohl die "Vernarbung" einer seelischen Wunde zu bemerken sein, eine Narbe welche man nicht sehen kann, welche ausschliesslich durch bestimmte Verhaltensweisen und Beeinflussung der wahrgenommenen Realität des Betroffenen zutage tritt?
Ich bin selbst Betroffener dieser Krankheit (gewesen) - dieser Blog entstand ursprünglich als persönliche Bewältigung und Verarbeitung dieser Erfahrung.Auch wollte ich meiner Familie und meinen Ärzten mit diesem Blog ursprünglich meine Wahrnehmung verdeutlichen - ihnen quasi auf dem Silbertablett präsentieren - damit ich besser verstanden werde von jenen die mir wichtig sind und auch denen die mich behandeln.Doch hier tat sich das Problem auf welches viele Betroffene kennen : die Menschen um einen herum befassen sich meistens nur halbherzig mit den Krankheiten Dritter, nehmen einen oftmals nicht mehr für voll, sehen es oft als Zeitverschwendung an sich mit den Gedanken eines psychotisch Erkrankten zu befassen.Einzig mein Vater hat sich wirklich eingehend mit meiner Gedankenwelt befasst - was allein schon bemerkenswert ist aufgrund des Umfangs den ich damals in Prosa verfasst habe.Der Umfang meines alten Blogs umfasste ursprünglich 1,4MB reinen Text - dies entspricht der Bibel.
Dazu kamen tausende Emails die oft im Wahn verfasst wurden.Aber in all meinen Episoden trat der Ursprung der "Krankheit" mehr und mehr zu Tage - es war zumindest für meinen Vater irgendwann klar zu erkennen dass ich etwas in der Vergangenheit nicht verkraftet und verarbeitet habe - was er mir auch des öfteren mitteilte - was ich aber recht aggressiv in den Wind schlug damals.Es war dabei auffallend wie aggressiv ich mich dagegen wehrte wenn er mir sagen wollte dass da wohl was in meiner Vergangenheit schlummert.

Solch ein aggressives Verhalten z.B. sollte für einen Psychologen oder Psychiater ein deutliches Warnsignal sein - und er müsste anhand einer solchen Reaktion eigentlich erkennen dass wahrscheinlich genau hier der Hund begraben liegt.Es tut sich die Frage auf ob eben die aggressive Überreaktion im Wachbewusstsein deswegen erfolgt weil der Betroffene (noch) nicht bereit ist einen bestimmten Vorfall aus der Vergangenheit anzunehmen und zu verarbeiten.
Doch die meisten Psychotiker kennen es wohl aus eigener Erfahrung : Bis in diese Tiefe unterhält sich keiner der behandelnden Ärzte mit dir.Du besuchst sie alle paar Wochen, er/sie wechselt ein paar Sätze mit dir und zieht aus diesem Smalltalk Schlüsse ob du noch alltagstauglich bist.
Daher kann man sich die Arztbesuche im Prinzip sparen - weil es einem eben weder hilft noch im Ernstfall irgendwas verhindert.Ist man erst in einer Psychose dann geht alles zu schnell als dass der ambulante Arzt wirklich angemessen reagieren könnte.

Meinem Vater dagegen war recht früh klar dass die Vergangenheit mich irgendwie negativ beeinflusst - lange bevor es mir selbst wirklich bewusst wurde. Eben weil er meine Gedanken durch Lesen meiner Texte kannte und im Gegensatz zu mir eine ungetrübte, neutrale Sicht auf mein Erleben und dessen Interpretation hatte.Meistens vermied er es aber trotz besseren Wissens mich davon überzeugen zu wollen dass ich oft falsch lag mit meiner Interpretation von Ereignissen und subjektiven Erlebnissen.
Warum es richtig und wichtig ist das wahnhafte Erleben nicht zu stören, warum es für die Heilung förderlich ist, darauf komme ich in den Folgebeiträgen zurück - ich deute an dieser Stelle erstmal nur kurz an :
Die wahnhafte Gedankenwelt wird von Betroffenen nicht umsonst vehement verteidigt, denn zum Zeitpunkt des Erlebens hat sie ihre Berechtigung, ihren tiefergehenden Sinn und heute ist mir klar : das wahnhafte Erleben und Leben sogenannter fixer Ideen und oftmals eingebildeter Identitäten ist notwendig - für eine gewisse Zeit. Ist nötig für bestimmte Maßnahmen die das Unterbewusstsein für richtig hält - ist vor allem wichtig um sich an bestimmte verdrängte Erlebnisse zu erinnern, ist wichtig um bestimmte kranke Verhaltensmuster zu heilen, welche in eben jenen verdrängten Erinnerungen ihren Ursprung haben.
Als Beispiel : Kurz vor meiner Psychose und auch noch einige Jahre danach war ich zeitweise sehr kolerisch - was damals schon vor der 1. Psychose Probleme mit sich brachte.Meine kolerischen Ausbrüche waren die ersten Anzeichen dass in meinem Unterbewusstsein etwas klemmte.Ich verlor nach und nach zunächst öfter die Beherrschung und später - in der Psychose - das erste mal die totale Kontrolle.
Scheinbar wurde dieses kolerische Verhaltensmuster geheilt - und ich denke durch die psychotischen Episoden.Ich bin heute deutlich ruhiger geworden..
Mit der Kolerik wurde also ein krankhaftes Verhaltensmuster geheilt.Und ich denke durch die Verarbeitung bestimmter verdunkelter Erinnerungen die im Unterbewusstsein eben jenes kranke Verhaltensmuster namens Kolerik bewirkten.
Was das Unterbewusstsein genau ist und welche Macht es auf all unser Verhalten ausübt darauf komme ich später zurück - an dieser Stelle sei nur gesagt :
Wenn unsere Wahrnehmung ein Browserfenster wäre dann ist das Unterbewusstsein das Betriebssystem welches seinen Betrieb, sein Aussehen, seine Aktionen und Reaktionen verwaltet, bestimmt und lenkt.
Auch erkannte mein Vater als einzigster gewisse Tendenzen in meinen Texten.Währenddessen versuchten alle anderen die sich mit mir befassen sollten und noch sollen nur zu verhindern, dass ich weitere Episoden erlebe - wohl weil es allgemein und angeblich erwiesen ist, dass man irgendwann für immer in einer Phantasiewelt verhaftet bleibt.Das war ich aber die ganze Zeit über und schon von der 1. psychotischen Episode an - was ich aber natürlich irgendwann begann zu verschweigen.
Und so schien ich in einer endlosen Behandlungsspirale gefangen zu sein in der aber jede Episode - bin ich der Meinung - erkennen liess welcher Teil meiner verdrängten Erinnerungen - und den daraus folgenden Konsequenzen für unbewusste Verhaltensmuster - ins Bewusstsein geholt und BEWUSST verarbeitet werden sollten.
Das heisst : Jede Episode war irgendwie anders als alle anderen.
Ignoranz der Gedankenwelt eines Psychotikers ist deswegen besonders kontraproduktiv weil gerade in den scheinbar wirren Handlungen der "verrückten" Episoden sehr wichtige Hinweise zu erkennen sind wo genau die Krankheit ihren Ursprung nahm, wo zu erkennen ist, dass bestimmte Dinge mit denen der/die Betroffene Probleme hat im Wahn ausgeglichen werden sollen.
Aus Erfahrung und durch viel Nachsinnen über den Sinn und Zweck des Erlebten bin ich zu dem Schluss gekommen : Psychotische Episoden sind wohl einfach gesagt "Fernsteuerungen" der Wahrnehmung durch das Unterbewusstsein um schädliche, verdrängte und unbewusste wichtige Erinnerungen ins Bewusstsein zu befördern damit man dazu gezwungen ist sie zu verarbeiten.
Doch die heutigen Behandlungsmethoden zielen leider nur auf die Unterdrückung der Symthome ab ohne sich die geringste Mühe zu geben die wahren Ursachen zu suchen, zu finden und zu beseitigen - nicht ganz einfach denn es sind Ursachen dessen sich meistens nichtmal der Betroffene bewusst ist. Durch das reine Bekämpfen der Symptome entsteht eine geradezu skurril und zunehmend bizarr anmutende Serie von Behandlungen die stets nach Schema F abläuft und das Ganze in der Farce endet, dass eigentlich nichts weiter getan wird als irgendwie und um jeden Preis eine weitere Episode zu vermeiden - meistens ohne Erfolg.
Ein Grossteil der Psychose-Erkrankten endet in einer nicht enden wollenden Psychiatrie-Spirale in denen stets nichts weiter geschieht als die Symthome zu betäuben und den Patienten einzutrichtern wie sie die nächste Episode verhindern könnten - und wenn doch eine kommt wie sie sie frühzeitig erkennen und sich freiwillig in psychiatrische Obhut begeben damit man sich selbst und andere vor den wirren Handlungen einer Episode schützen kann - und natürlich um die negativen Auswirkungen auf das eigene Leben möglichst in Grenzen zu halten.
In der Psychiatrie befasst man sich leider nicht wirklich mit der Natur eines Psychose-Trips - weshalb man sie bis heute nicht versteht oder erklären kann.Alles Erleben wird mit der mehr als seichten, auf die materielle Ebene beschränkten Behauptung erklärt dass eine Störung der Gehirnchemie vorliegt - Dopamin-Überschuss zum Beispiel.
Diese Behauptung ist mehr als gewagt wenn man bedenkt dass man wohl bei noch keinem Psychotiker bisher eine Probe der Gehirnflüssigkeit entnommen hat um sie chemisch zu untersuchen.Sie machen zuweilen ein EKG - eventuell eine Kernspintomographie um sicherzugehen dass kein Tumor vorliegt.
Die Erklärung dass eine Störung der Gehirnchemie vorliegt welche nun mit teuren Medikamenten wieder ins Gleichgewicht gebracht werden muss scheint mir doch eher eine recht nützliche für die Pharmakonzerne zu sein.
Man befasst sich nicht mit den Gedanken und Details des Psychose-Betroffenen weil man sich sagt dass es eben Handlungen aus einem Wahn heraus sind welche jeglicher Logik entbehren - dass es eben pure Zeitverschwendung wäre sich mit den Handlungen, Gedanken und Ideen eines Betroffenen wirklich auseinander zu setzen.Das geht sogar soweit dass man nichtmal mehr versucht einem Betroffenen seine Wahngedanken auszureden - möglicherweise weil man irgendwann einmal erkannt haben muss dass es keinen Sinn macht und sogar schädlich sein kann da der Patient seine Wahnideen um jeden Preis verteidigen wird und dabei noch tiefer in seinem Wahn zu versinken droht.
Man erlebt im Wahnzustand die völlige Ignoranz dessen was man sagt, denkt und fühlt - es gibt keine genauere, tiefergehende Betrachtung warum jemand dieses oder jenes denkt - man interpretiert diese "Krankheit" meiner Meinung nach viel zu sehr aus der Perspektive des materiellen Gerhirns statt sich einmal tiefergehend mit dem menschlichen Geist und der Psyche zu befassen.Und das obwohl Psychiater wissen, dass jeder Mensch eine ganz eigene Wahrnehmung der Realität hat, wohl jeder die Farbe grün ganz individuell anders sieht und man sich bei jeglicher Wahrnehmung nur einigen kann - es aber unmöglich ist die Wahrnehmung des anderen zu 100% zu verstehen oder nachzuvollziehen - und das auch bei gesunden Menschen.
Ich denke aber : wenn man sich mal wirklich statt nur halbherzig Symthome betäubend mit einem Psychotiker auseinandersetzen würde, sich die Zeit nehmen würde die versteckten Hinweise auf den Ursprung des Wahns auszumachen - dann würde man die Natur des Wahnerlebens des Betroffenen erkennen.Das hinter dem scheinbaren Chaos und der Unlogik ein Muster, eine Tendenz zu erkennen ist welches grosse Paralellen zum Traumerleben hat.
Auch weiss man, dass Psychotiker vor ihren Episoden oft mehrere Tage lang sehr schlecht oder garnicht geschlafen haben.Was viele wohl nicht wissen ist, dass das Gehirn nach einer gewissen Zeit ohne Schlaf in einen "Modus" schaltet der einem Traum gleicht - möglicherweise um die Versäumte Traumbewältigung des Erlebten nachzuholen?
Ich als betroffener über mehrere Jahre kann sagen - und ich bin die Krankheit anders angegangen als andere - habe sie ohne Angst gelebt über lange Zeiträume.Eine psychotische Episode ist wie das Erleben eines bösen Traumes - und wenn man nach Abflauen der Episode über das Erlebte, Gesagte und Gedachte nachdenkt dann kommt es einem wirklich so vor als wenn man über den Alptraum der letzten Nacht nachdenkt.
Auch ist es so, dass man sich (meist Wochen danach) versucht zu erinnern was jemand genau gesagt hat um jene fixe Idee auszulösen, was genau passiert ist, was man gehört und gesehen hat in jener Zeit.Man ist sich dann oft nicht mehr ganz sicher ob es sich tatsächlich so zugetragen hat oder ob man nur eine verschleierte Erinnerung im Kopf hat welche nur wage Bilder produziert.
Man kriegt einfach keine klaren Bilder mehr zustande wie es möglich ist wenn man sich an Ereignisse aus der Kindheit im Wach-Bewusstsein erinnert.
Ich bin mir heute sicher : der Ursprung der "Krankheit" Psychose in seinen zahlreichen Facetten ist bei den meisten - wenn nicht gar bei allen Betroffenen - ein unverarbeitetes Trauma welches vergessen oder verdrängt wurde und daher im Unterbewusstsein schweren Schaden anrichtet. Eine jede Episode behebt wohl einen bestimmten Teilaspekt des angerichteten Schadens.Ich denke, dass das episodische Traumerleben nur eine von mehreren Phasen des Heilungsprozesses namens "Psychose" ist - die Episoden wiederum Phasen eines Vernarbungsprozesses einer tiefen seelischen Wunde sind welche wie bei einer sichtbaren Fleischwunde nicht gestört sondern gefördert werden sollte.Gefördert in dem Sinne dass sie möglichst schnell wieder abklingen - ohne Betäubung - das weitere Episoden als notwendig erkannt werden die man nicht verhindern darf.
Das man also lediglich die Rahmenbedingungen schafft damit der Patient zur Ruhe kommt - dass man ihm in dieser Zeit nur Denkanstösse gibt seine Gedankenwelt zu erforschen, ihn anregt nach dem Auslöser zu suchen statt ihm Angst zu machen dass er einer Krankheit anheim gefallen ist die oft lebenslange Auswirkungen hat und sowieso alles verändert soweit das mitunter ein komplettes Weltbild in Scherben liegt und der Betroffene sich fragen muss was er nun noch glauben soll.
Ich habe versucht das was ich erlebte in Phasen zu gliedern - denn als ich den Ursprung, die Wurzel meines Erlebens erkannte - als ich daraufhin meinen Krankheitsverlauf resumierte über den gesamten Zeitraum - da war dann im scheinbaren Chaos des episodischen Erlebens ein Muster, ein Prozess zu erkennen.Und es war auch auszumachen wozu diese und jene fixe Idee diente als ich erkannte was genau die Wurzel des Übels - ein verdrängtes Trauma - mit ziemlicher Sicherheit angerichtet hat : eine zwiespältige Sicht auf sich Selbst - was einem aber zunächst und lange Zeit nicht bewusst war...
Warum dann irgendwann das Unterbewusstsein die Kontrolle übernahm um verdunkelte Erinnerungen ins Bewusstsein zu spülen, warum in Psychosen und vor allem bei Schizzophrenie meistens das wahnhafte Erleben einer anderen Identität entsteht.

Ich möchte hier einen neuen Behandlungsansatz durch eine andere Perspektive zeigen.Ich möchte zeigen, dass eine Psychose mit esoterischem Hintergrundwissen deutlich einleuchtender erklärt werden kann - möchte anderen Betroffenen die Hoffnung geben dass auch mehrmals notwendige Behandlung nicht zwangsläufig bedeuten dass man auf Lebenszeit in diesem Teufelskreis gefangen bleibt.Ich möchte verdeutlichen, dass die durchlebten Episoden nur ein Teil eines seelischen Vernarbungsprozesses sind welche - wie alle Dinge - nur vorrübergehender Natur sind.
Der wichtigste Schritt in Richtung echte Heilung ist aber zunächst mal das Annehmen der "Krankheit" - dass man eben nicht versucht sie auf Biegen und Brechen zu besiegen, sie gar zu verdrängen.Ich denke für echte Heilung muss sie erstmal angenommen werden als Folge dessen dass mit einem irgendetwas nicht ganz in Ordnung ist dessen man sich jedoch nicht bewusst ist.
Zu erkennen, dass es eben nicht die Psychose selbst ist die an einem "nicht in Ornung" ist - sie eben nur ein Symptom für etwas viel tieferliegendes ist - und infolge dessen das Unterbewusstsein einen nun nach langer Zeit endlich dazu drängen möchte etwas zu suchen, zu erkennen, zu verarbeiten.
Denn es wird solange nicht aufhören die Wahrnehmung des Bewusstseins zu manipulieren bis man das Übel an der Wurzel gepackt hat und im Anschluss eventuell auch die "Krankheit" Psychose als Hilfestellung des Unterbewusstseins akzepziert und annimmt.

Und erst dann dankend verabschiedet.

Ich sehe die "Krankheit" Psychose inzwischen so wie eine Narbe auf einer ehemals tiefen Wunde.Die Narbe ist eine manchmal hässliche Folge einer Verletzung - niemals jedoch ist die Narbe die Ursache dafür dass der Körper eine Wunde verschliessen musste - die Narbe ist lediglich ein Zeichen dessen dass der Körper gesagt hat die Wunde muss geschlossen werden - so schnell es geht und koste es was es wolle.
Laut Esoterik erfolgt wahre Heilung zunächst durch liebende Annahme dessen was krank ist - und ich denke da ist was Wahres dran.
Ich denke dass eine wirklich vollständige Heilung nur dann stattfinden kann wenn man die "Psychose" als eine absolut notwendige seelische Wundheilung annimmt, deren Wurzeln erkennt und dessen Heilung unterstützt anstatt sie mit jahrelanger Dauerbetäubung des Bewusstseins zu verhindern.
Es ist geradezu fatal, dass man den betroffenen Personen das Gefühl gibt sozusagen nun ganz unten und quasi am Ende ihres Lebens angekommen zu sein. Die grössten Probleme entstehen erst dadurch das Betroffenen von quasi allen Seiten - oft auch von Seiten der Familie - das Gefühl vermittelt wird dass es "das nun war".Dadurch dass den Betroffenen mit jeder weiteren notwendigen (Zwangs)behandlung das Gefühl gegeben wird dass sie jetzt quasi alles verloren haben wofür es sich noch zu kämpfen lohnt.
Vor allem das Selbstwertgefühl wird durch viele - aus meiner Sicht - schwere Behandlungsfehler angegriffen oder gar zerstört.
Man kann sich wohl vorstellen welche Auswirkungen es auf die Psyche eines Betroffenen hat wenn er im nachhinein realisiert dass er "fixiert" werden musste.Gerade die Fixierung ist für Menschen mit wenig Selbstwertgefühl der Gnadenschuss.
Der Tribut an das materielle Leben welche diese Krankheit zollt ist meistens garnicht mal so extrem hoch.Dafür aber der Tribut an die Psyche umso höher - wenn Betroffene von allen Seiten nur noch belächelt und nicht mehr ernstgenommen werden - von Personen welche die Episoden miterlebt haben.Das grösste Problem ist also nicht unbedingt der Scherbenhaufen im materiellen Leben sondern das Problem dass die Integrität der Person selbst schwer in Mitleidenschaft gezogen wird - und dass es sehr schwer für Betroffene ist eben diese wieder herzustellen - was immerhin die Grundlage ist um aus dem Trümmerhaufen des alten Lebens heraus ein neues zu beginnen.
Betroffene werden meistens nicht mehr ernst genommen - manchmal sogar konsequent ignoriert weil sie im Wahn naturgemäß oft vieles angestellt haben was man als "irre" bezeichnet oder weil sie gewisse Anstandsgrenzen überschritten haben.
Doch ohne die Integrität der eigenen Person ist es fast unmöglich neu zu beginnen, fast unmöglich eventuell eine neue Arbeit zu bekommen. Kriegt der Personalchef Wind davon, dass jemand mal eine Psychose hatte dann kann man sich vorstellen dass die Chancen auf einen Arbeitsplatz quasi gleich Null sind.

Doch bevor man überhaupt eine Chance hat sich ein neues Leben aufzubauen muss zunächst einmal die "Psychose" in all seinen Facetten wie "Manie" etc. ausgeheilt sein.Vorher macht es keinen grossen Sinn weil man ständig Gefahr läuft alles neu Erreichte wieder zu verlieren wenn wieder einmal eine Episode urplötzlich alles über den Haufen wirft - vor allem die Zukunftshoffnungen.Ich bin heute der Meinung : Man darf sich nicht auf Tabletten und gut gemeinte Ratschläge von Ärzten verlassen - kennt man seinen Körper und seine Gedankenwelt genau dann spürt man es : "Ich bin durch - es ist endlich vorbei".
Doch wenn man die Psychose verstehen will, mit ihr als vorrübergehendes Übel leben muss, sie aber schlussendlich irgendwann doch mal verabschieden möchte dann braucht man umfassendes Wissen - Esoterikwissen ist sehr nützlich und hilft einem genauso wie Gottvertrauen dabei nicht den Mut zu verlieren bei dieser (scheinbaren) Geißel des menschlichen Geistes.
Ich möchte daher zunächst einmal nur den Ablauf der "Krankheit" in Phasen gliedern damit sich Betroffene ungefähr ein Bild davon machen können wo sie ungefähr stehen.Um zu verstehen warum diese Krankheit natürlich ein (langwieriger) Prozess ist, ist Wissen um das Wesen der Natur sehr hilfreich :


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[ 3 Kommentare ]
Neueste Kommentare:
Blackster
21.01.2011 13:44
sorry das ich an diesem themenbereich noch nicht weitergearbeitet habe - ich habe derzeit leider selbst sehr viel zu kämpfen.

ich werde mich aber beeilen dieses thema hier weiter fortzuführen - im moment bin ich selbst noch dabei die letzte phase der krankheit abzuschliessen - das kostet sehr viel energie da es von manie zeitweilig in depression gewechselt ist...

ich werde mich beeilen - versprochen ;)
pragerschwalbe
15.01.2011 16:47
mein lieber,ich bin begeistert für deinen sehr interresantes und menschliches beitrag über psychose und co.ich selbst habe ich unterschwellig über die gleiche einstellung nachgedacht und siehe da,da redet jemand mir aus der seele!!!weil ich pragerin bin und meine deutsch ist leider nicht so perfekt,schliesse mich an der kommentar von monk an.der hat die gleiche worte benützt,wie ich sie wählen würde.ich werde deine artikel weiter folgen und ich sende dich strahlende und unterstützende energie für weitere unermündliche arbeit.liebe grüsse von pragerschwalbe!!!!!!!!
monk
08.01.2011 14:56
Deine Ausführungen sind goldwert, habe sie immer und immer wieder gelesen. Wie komme ich nun zu den Phasen der Psychose, wie Du schreibst, um zu sehen, wo man gerade steht. Konnte bisher nur die Einleitung und Grundlagen der Natur lesen ? Mir sehnt danach, mehr Deiner wertvollen Ausführungen zu studieren. Stimme sehr überein mit Deiner Sichtweise, namasté, Monk